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5 Tipps: So klappt es mit der Raucherentwöhnung

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Wenn Du mit dem Rauchen aufhören willst, gehörst Du zum Großteil der Rauchenden. „Moment – wie bitte?“ höre ich dich fragen. Aber es stimmt: Rund 60% der Rauchenden wollen mit dem Rauchen aufhören. Trotzdem schaffen es nur 0,5% bis 5% das Rauchen dauerhaft aufzugeben, wenn sie es alleine und ohne Hilfe versuchen. Das will ich ändern. In diesem Artikel stelle ich Dir 5 Tipps vor, die Dir dabei helfen, die Raucherentwöhnung auf Dauer zu schaffen.

1. Triff die endgültige Entscheidung

Der erste und wichtigste Schritt ist: Triff die unwiderrufliche und endgültige Entscheidung, mit dem Rauchen aufzuhören. Sätze wie „Ich will ja eigentlich aufhören, aber …“ stehen Dir und deinem Vorhaben nur im Weg. Sie entstehen direkt im Suchtzentrum in deinem Gehirn und versuchen deine Entscheidung zu entkräften und dich zu manipulieren. Lass das nicht zu. Gewinne die Kontrolle über Deine Gedanken zurück. Lass die Sucht nicht länger über dich bestimmen. Mach Dir bewusst, dass es kein Aber mehr gibt. Am besten funktioniert das, wenn Du deine Gründe und Ziele verschriftlichst. Schreib Dir klipp und klar auf, was Du erreichen willst und warum. Sammle so viele Gründe wie möglich. Ist das geschafft, setze Dir einen endgültigen Zeitpunkt, an dem Du definitiv aufhörst. Dieser Zeitpunkt sollte möglichst nahe in der Zukunft liegen, im Idealfall solltest Du sofort beginnen. Das erhöht die Chance, dass Du es nicht mehr aufschiebst oder Dich die Sucht schlussendlich doch noch vom Gegenteil überzeugen kann, enorm.

2. Mach Dir die Folgen bewusst

Niemand mag die schauerlichen Bilder auf Zigarettenpackungen. Aber Fakt ist: nichts ist so effektiv und wirksam gegen die Sucht wie Ekel. Wenn Du es schaffst, dich vor Zigaretten und dem Rauchen zu ekeln, wird es Dir viel einfacher fallen, aufzuhören und auch dabei zu bleiben. Das klingt jetzt erstmal komisch, aber glaub mir: den Versuch ist es wert. Wenn Du wirklich aufhören willst zu Rauchen, fang an, Dich speziell für die zahlreichen Folgen und Risiken des Rauchens zu interessieren. Es läuft eine Doku über COPD oder Lungenkrebs? Schau sie Dir an! Du siehst einen Artikel über Diabetes oder Schlaganfälle? Lies ihn bis zum Ende durch. Noch besser: Such selbst aktiv nach Folgen des Rauchens. Schau Dir Videos auf YouTube dazu an, lies jeden Artikel den Du auf Google oder Wikipedia zum Thema finden kannst und schau bei den Bildern nicht weg. Mach Dir bewusst, was solche Folgen für Dich und Deine Freunde, Familie, Kinder usw. konkret bedeuten würden. Am effektivsten ist diese Methode, wenn Du sie regelmäßig ausführst. Mach Dir täglich mindestens einmal bewusst, was so schlimm daran ist, zu Rauchen und wie real die Konsequenzen sind. Sätze, die die Sucht gerne in unseren Köpfen einwendet, wie: „Das passiert mir ja eh nicht“ oder „So schlimm ist es ja gar nicht“, kannst Du schnell entkräften. Schau Dir Statistiken an, wie wahrscheinlich es ist, dass eine der Folgen auch Dich betreffen könnte. Wie viele Rauchende bekommen beispielsweise Lungen- oder Kehlkopfkrebs? Die Wahrheit ist oft unangenehm und anfangs ist es vielleicht schwierig dich zu überwinden, weiter hinzuschauen. Aber so kannst Du die Sucht besiegen. Wenn Du regelmäßig trainierst, diese Folgen mit dem Rauchen gedanklich zu verknüpfen, wird es Dir wesentlich leichter fallen, auf das Rauchen zu verzichten.

3. Vernichte Deine Vorräte

Viele Rauchende haben zahlreiche Orte, an denen sie Vorräte für schlechte Zeiten horten. Sie sorgen vor, damit immer und überall etwas da ist. Diesen Vorrat brauchst Du jetzt nicht mehr. Du hörst auf mit dem Rauchen. Da Du Dir über die Folgen des Rauchens bewusst bist, wirst Du sie auch nicht verschenken wollen. Fühl dich also nicht schlecht, selbst wenn Du zwei Stangen direkt in den Müll wirfst. Da gehören sie hin. Keine einzige Zigarette darf „zur Sicherheit“ zurückbleiben. Du musst voll und ganz davon überzeugt sein, dass Du nie wieder eine Zigarette brauchst. Wenn Du im Hinterkopf Zweifel hörst, ob Du das wirklich schaffen kannst, „was ist wenn“ oder was für eine immense Verschwendung das ist, höre nicht hin. Das ist die Sucht in Dir und sie ist clever. Übernimm die Kontrolle und wirf alles, was Du bisher zum Rauchen genutzt hast, konsequent und unwiderruflich weg. Feuerzeuge, Zigarettenschachteln, Aschenbecher Drehmaterial, Filter, Streichhölzer, Schachtelhülle und so weiter. Geh doppelt und dreifach sicher, dass kein „Stoff“ mehr in Reichweite ist. Nicht zu Hause, nicht im Auto, nicht in der Handtasche, nicht im Büro – einfach nirgendwo und ohne Ausnahme. Es darf keinen Backup Plan geben für die Sucht. Am besten wirfst Du auch für den Zigarettenautomaten gehortetes Kleingeld in Dein Sparschwein oder gibst es aus. Mach keine Kompromisse.

4. Zusammen seid ihr stark!

Das Umfeld ist ein starker und oft entscheidender Faktor in der Frage ob Du die Raucherentwöhnung schaffst oder eben nicht. Sobald Du deine Entscheidung getroffen hast, erzähl es all deinen Freundinnen und Freunden, ArbeitskollegInnen, Familie, Eltern – einfach allen, mit denen Du zu tun hast. Sag ihnen, dass es Dir ernst ist damit und Du ihre Unterstützung brauchst, um es zu schaffen. Bitte um Rücksicht. Dieser Schritt ist so wirksam und wichtig, weil Du ab dann das Gefühl haben wirst, dass dein Rauchstopp real ist und es kein Zurück mehr gibt. Der soziale Druck, nicht Versagen zu wollen, wird dich in schwierigen Momenten anspornen durchzuhalten. Außerdem kann dein Umfeld Dir helfen, nicht rückfällig zu werden. Aber Achtung! Viele Rauchende sehen es nicht gerne, wenn man aus ihrem „Club“ aussteigen will. Damit wollen sie niemandem etwas Böses. Trotzdem solltest Du in der Anfangszeit einen gesunden Sicherheitsabstand zu solchen Leuten einhalten, egal wie gut ihr befreundet seid. Durch ihren Einfluss steigt die Wahrscheinlichkeit rückfällig zu werden. Einige werden versuchen deine Zweifel zu bestärken, dich zu überreden, nicht aufzuhören oder einfach nur keine Rücksicht auf dich nehmen. Das Suchtzentrum in ihnen verleitet sie zu solchen Handlungen. Manche sind wohl auch neidisch, weil sie sich selbst nicht überwinden können aufzuhören. Lass dich davon nicht beirren und zieh Dein Ding durch. Umgib Dich im besten Fall mit nichtrauchenden Freundinnen und Freunden, bis Du das schlimmste hinter Dir hast. Es hilft auch ungemein, wenn Du jemanden anrufen kannst, wenn Du merkst, dass das Verlangen zu groß wird. Triff Dich gezielt mit Menschen, die wissen, dass Du mit dem Rauchen aufgehört hast. In ihrer Gegenwart wird es Dir schwerer fallen, dem Verlangen nachzugeben und zusätzlich können sie dich ablenken, unterstützen und Gesellschaft leisten, bis Du die Sucht wieder unter Kontrolle hast.

5. Sorge für guten Einfluss

Du bist nicht allein mit deiner Entscheidung das Rauchen an den Nagel zu hängen. Viele Menschen versuchen gleichzeitig mit Dir ihre Sucht zu überwinden und mit dem Rauchen endlich aufzuhören. Ihr seid alle in derselben Situation und macht Ähnliches durch. Das kannst Du zu Deinem Vorteil nutzen! In Internetforen oder Facebook Grüppen beispielsweise teilen viele Menschen ihre Erfahrungen und Probleme während der Raucherentwöhnung und helfen sich gegenseitig diese schwierige Zeit durchzustehen. Dort findest Du viele Tipps, Zuspruch und aufmunternde Worte. Solche Gruppen und Foren eignen sich auch hervorragend um Frust loszuwerden oder Erfolge sowie Rückschläge mit anderen zu teilen, die dich verstehen und genau wissen, wovon Du sprichst. Dort wird dich niemand verurteilen oder enttäuscht ansehen, wenn Du sagst, dass Du Lust auf eine Zigarette hast und wie schwierig es heute wieder einmal war, keine zu rauchen. Im Gegenteil. Jede/r von ihnen hat das schon einmal durchgemacht. Vor allem wenn Du in ein Motivationstief gelangst, kann Dir der Austausch mit anderen helfen, wieder zur vollen Motivation zurückzufinden.

Diese 5 Tipps können Dir dabei helfen, die Raucherentwöhnung endlich zu schaffen. Natürlich wird trotzdem nicht leicht werden, aber in schwierigen Momenten können sie Dir vielleicht weiterhelfen.

Hier noch ein Tipp zum Schluss: Studien zeigen, dass die mit Abstand höchste Chance auf Erfolg besteht, wenn Du Dir Hilfe bei einem Arzt, Heilpraktiker oder Berater suchst. Deine Erfolgschancen für einen dauerhaften Rauchstopp steigen dabei um ein Vielfaches. Mit meinem Ab-Jetzt-Rauchfrei“ Programm dürfte es sogar noch ein bisschen mehr sein. 😉 Ich freue mich auf deine Kontaktaufnahme.

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